Die Maikäfer fliegen wieder- allerdings weniger Tiere als befürchtet

 

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Foto von glasseyes view auf flickr

Pünktlich im Jahr der Fußballweltmeisterschaft sind sie wieder da – nach vier Jahren fliegen nun erneut Maikäfer durch Darmstadt und Umgebung. Jedoch deutlich weniger als erwartet. Bei der Frage nach den Ursachen gehen die Expertenmeinungen auseinander.

Die Population der Maikäfer ist in diesem Jahr deutlich geringer als 2010, dies geht aus den Grabungsergebnissen des Landesbetriebs Hessen-Forst hervor. Laut Brigitte Martin vom BUND-Ortsverband war die kühle Witterung während der Flugzeit der letzten Maikäfer vor vier Jahren entscheidend. Dadurch hätten die Maikäfer nicht die Kraft gehabt, so viele Eier wie üblich zu legen. Es ist nachgewiesen, dass der Entwicklungszyklus der Maikäfer von den Temperaturen und der Witterung beeinflusst wird. So fliegen in der Schweiz die Käfer alle 3 Jahre, begründet durch das für sie günstigere Klima.

Forstamtsleiter Ralf Schepp meint, es werde vermutet, dass sich die Natur an dieser Stelle selbst reguliert hat. Durch den Befall mit Parasiten könnten sich die Population deutlich dezimiert haben. In Abständen von 30-50 Jahren brechen Maikäfervorkommen zusammen, durch Krankheiten und Parasiten, wie zum Beispiel Pilze. Ein Zusammenbruch ist erst bei sehr hohen Larvendichten möglich, da sich nur dann die Krankheitserreger schnell ausbreiten können.

Einig sind sich jedoch alle Experten in einem Punkt, der Gifteinsatz 2010 in Pfungstadt hat keinen Beitrag zur Reduzierung der Population geleistet. Brigitte Martin vom BUND-Ortsverband hält die chemische Bekämpfung der Maikäfer für „schlichten Blödsinn“. Laut dem Landesvorsitzenden des NABU-Hessen Gerhard Eppler ist in den Ergebnissen des Landesbetriebs Forst-Hessen erkennbar: „Der Gifteinsatz gegen den Maikäfer war unnötig“.

2010 wurde im Pfungstädter Stadtwald großflächig ein Insektizid zur Bekämpfung der Maikäfer ausgebracht, zum ersten Mal seit 55 Jahren in Hessen. Doch die Bestände im behandelten Wald sind nicht geringer als in den umliegenden Wäldern, somit kann keine positive Wirkung des Insektizids nachgewiesen werden. Der Einsatz wurde damals heiß diskutiert, das Land Hessen war 2010 der Forderung des NABU gefolgt und hatte in den Staatswäldern auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet.

 

Quellen:

morgenweb.de

echo-online.de

fr-online.de

hessen.nabu.de

fr-online.de

Bildquelle:

https://www.flickr.com/photos/axelhartmann/3492084188/in/photolist-6jzQY5-6yAJWR-9vaA7G-6rDEBX-aNcTRF-eFbUK-4fmmp-bVct7Q-9CgPGp-npuMwU-nzw65Y-6jzm6E-c5Q9jG-9Dbxir-dvroS-4P3LQV-7XseEB-aNcTLF-4QQsFK-6jvDTK-4McMs2-9EA5JQ-4MmGnR-njXNFd-dMMU1-c4JcJh-9ASnDB-JFXRB-84ighp-ePCPPG-ncgcsy-dMMQr-9CeYA9-bVQzu1-cd6YkL-8cLfxF-bTqipP-nW5mNA-aNcTNz-c5Qab5-6c1EHm-9B1V8o-bXoDe7-9AvhR1-ef9Sa6-81kbVE-nCoMoY-Jrdm8-hyhd6L-bS2ELB

 

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